Worum es geht

Erhaltet ein lebenswertes und urbanes Hansa- und Hafenviertel! Kein Einkaufzentrum im Hafen-Hansa-Quartier!

Liebe Freunde und Freundinnen einer guten Hafen-Entwicklung,

es wird ernst mit der Umwälzung im Hafengebiet von Münster. Am 11. November 2015 – also schon sehr bald! – soll der Rat der Stadt einen Bebauungsplan für ein 4900 qm-großes Edeka-Center von Stroetmann beschließen. Das beinhaltet einen Verbrauchermarkt von 3000 qm, 400 qm Getränkemarkt, ein Lebensmitteldiscounter mit 900 qm und 600 qm für ein Drogeriemarkt und eine Apotheke.
Folge: Mehr Verkehr und mehr Lärm (5.000 Autos pro Tag sind bei 365 Tagen im Jahr 1,8 Mio. Autos, die da vorbeifahren. Das führt nicht zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm, sondern führt zu stark gesund¬heitsschädliche Momente wie Abgase, Stickoxyde, Erschütterungen und Feinststäube. Die Dauerfolgekosten werden aber nicht ermittelt, sondern die Verkehrserhebung sagt einfach: Das passt schon.
Das dort geplante Einkaufszentrum wird die Existenz der vorhandenen Nahversorgung im Hansa, Erpho, HerzJesu und Mauritzviertel gefährden. Die Wohn- und Lebensqualität wird gesenkt und das durch die Geschäfte und Betriebe geprägte Stadtbild in Münsters Osten stark gefährdet bzw. negativ verändert. Wir wollen aber unsere Stadtviertelgeschäfte schützen, damit sie durch die Konkurrenz der großen Einkaufzentren nicht bankrottgehen. Trotz 4.500 Unterschriften gegen das Einkaufszentrum und 560 Einwendungen gegen diesen Bebauungsplan beabsichtigt eine Mehrheit, bestehend aus CDU, FDP und (Teilen der) SPD, diesen zu beschließen. Alle Einwendungen wurden abgelehnt.

Die alte Post am Hansaring

Die alte Post am Hansaring

Wie lief das mit dem Einkaufszentrum?
Die Firma Stroetmann hat das Gelände von ca. 10 bis 12 Jahren gekauft. 2004 wurde für das Hafengebiet ein Masterplan aufgestellt, der auch ein Einkaufszentrum vorsah. Mit dem Ende von Osmo und der Zwischennutzung konkretisierten sich die Planungen für das Gebiet. Daraus entstanden die unterschiedlichen Vorstellungen für diesen Bereich. Herauskam ein Kompromiss von 4.900 qm für das Zentrum, verabschiedet von SPD und CDU im Jahre 2011. 2014 wurde nun der vorhabenbezogener Bebauungsplan beschlossen mit den genannten Einwendungen.

Was ist nun zu tun?
Zum Einkaufszentrum: „…Ist das nicht schon längst beschlossene Sache?“ werden sich viele fragen. Die Antwort: Nein. Wir wollen nicht nur politischen Druck ausüben, damit dieser Bebauungsplan nicht beschlossen wird. Wir, die Hafenvereine und betroffene Bürger und Bürgerinnen wollen weiter den Widerstand organisieren gegen dieses überflüssige, überdimensionierte Projekt, das kaum jemand will und braucht. Dazu gehört auch eine Klage von direkt betroffenen AnwohnerInnen gegen den Bebauungsplan, sobald dieser beschlossen ist.

Das Gelände der alten Post nach dem Abriss

Wie funktioniert das mit der Klage?
Nach dem Bebauungsplan besteht ein Jahr Zeit, gegen diesen Bebauungsplan eine Klage einzureichen. Die muss sehr gut begründet werden. Dazu haben wir entsprechende Anwälte angesprochen, die uns unterstützen werden. Und zwar diejenigen, die uns schon bei der Einreichung der Einwendungen gegen den Bebauungsplan mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Gleichzeitig werden wir darauf achten, dass zwischendurch nicht eine Baugenehmigung für das Einkaufszentrum erteilt wird.

Was brauchen wir?
Vor allem finanzielle Unterstützung. Eine Klage wird 10.000 Euro und mehr kosten. Eine große Summe, die wir in einer Solidargemeinschaft sammeln wollen. Es geht um ein lebenswertes und urbanes Hansa- und Hafenviertel. Dafür brauchen wir deine und Ihre Unterstützung! Wir bitten dringend um Zusendung von Zusagen oder direkt um Überweisungen von Spenden auf das extra hierfür eingerichtete Konto vom Verein „Initiative ZukunftHafen“:
Sparkasse Münsterland-Ost, IBAN DE75 4005 0150 0034 4107 20 //BIC WELADED1MST

Die Spenden sind leider nicht spendenabzugsfähig. Kommt eine Klage nicht zustande, geht das Geld an die AbsenderInnen zurück.
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